Spotted: Ein Mensch auf der Suche nach Antworten. Von diesen Menschen gibt es (fast) unendlich viele. Du bist gerade mit der Frage auf meinem Corporate Blog gelandet, ob es genug gute Gründe für einen Corporate Blog gibt. Und genau so könnte auch deine Zielgruppe auf deine Website wandern. Mit guten Blogbeiträgen machen wir es ihnen einfacher – die sind im Prinzip wie eine Seilbahn.
Aber als Gossip Girl der Corporate Blogs mache ich dir nichts vor: Es gibt auch Gründe, die gegen den Unternehmensblog sprechen. Lass uns darüber reden. Aber Psst! Sag es nicht weiter!
Was bringt ein Corporate Blog – und was nicht?
Vor dem “Wie” kommt immer das “Warum”. Einen Blog auf der Unternehmens-Website solltest du nur starten, wenn du weißt, wofür du es überhaupt tust. Um in den Tagen danach möglichst viele Produkte zu verkaufen? NEIN! Um langfristig die Bekanntheit der Marke und das Vertrauen der Zielgruppe aufzubauen? JA! Erst wenn du das “Warum” kennst, kannst du mit der Blog-Strategie anfangen. Mit mir darüber sprechen, kannst du aber schon vorher!
Gute Gründe für einen Corporate Blog
Warum ziehen sich Menschen warm an und strengen sich den ganzen Tag an, um auf den Gipfel eines Berges zu wandern? It couldn’t be me, aber sie werden sicher gute Gründe haben! Ich schaue mir die verschneiten Berge lieber aus der Ferne an, während sich höchstens meine Finger über die Tastatur bewegen. Aber die Gründe für einen Corporate Blog, die kann ich dir verraten.
1. Gefunden werden durch Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Der wohl wichtigste aller Gründe für einen Corporate Blog ist, gefunden zu werden. Und zwar von deiner Zielgruppe, aber auch von Suchmaschinen wie Google & Co. Wenn der Blog nämlich nicht gefunden wird, dann ergeben auch die nächsten drei Gründe keinen Sinn. Ein Corporate Blog muss also immer suchmaschinenoptimiert sein. Warum SEO-Texte trotzdem für Menschen sind, erfährst du hier.
Der Corporate Blog ist also wie der Gipfel, der Wandernde anzieht wie ein Magnet. Wie das geht? Jedenfalls mögen Suchmaschinen regelmäßige Updates auf der Website. Sie mögen ausführliche Antworten auf die Fragen der Suchenden. Genau das geben wir ihnen. Die Blogbeiträge bringen also wertvollen Website-Traffic. Mehr dazu bei Grund Nr. 4!
2. Mehrwert durch Information und Aufklärung bieten
Jeder Mensch hat Probleme. Und jedes Unternehmen löst (hoffentlich) ein oder zwei davon. Die Herausforderung im Marketing ist ja eigentlich “nur”, die Zielgruppe mit ihrem Problem und die Unternehmen mit ihrer Lösung zusammenzubringen. Genau dafür ist der Corporate Blog perfekt, denn hier können wir die Fragen der Zielgruppe bis ins kleinste Detail beantworten.
Ein Corporate Blog ist also nicht einfach “nur” Werbung. Er bietet auch dann Mehrwert, wenn die Lesenden nicht bei dir kaufen. Das ist dann vielleicht schade, aber bei Grund Nr. 3 erfährst du, warum das trotzdem wichtig ist. Im Prinzip ist der Corporate Blog wie der Wanderweg auf den Berg: Er führt die Wandernden bis zum Gipfel. Aber auch der Weg dahin ist schön. Und es kann sich auch lohnen, nur die Hälfte zu gehen und dann umzudrehen.
3. Expertise zeigen und Vertrauen aufbauen
Warum drehen Menschen auf dem Weg zum Gipfel um? Vielleicht hatten sie nicht die richtige Ausrüstung dabei; vielleicht haben sie noch nicht genug Kondition und kommen ein anderes Mal wieder; vielleicht wollten sie erstmal nur sehen, ob der Weg für eine lange Wanderung bis zum Gipfel geeignet ist. Jedenfalls wissen sie jetzt, dass es eine schöne Strecke ist.
Und ja: Natürlich ist es am Corporate Blog genauso. Nicht alle Lesenden werden direkt deine Produkte kaufen oder deine Dienstleistung buchen. Vielen wollen erstmal nur Antworten. Aber durch diese Antworten entsteht etwas Essentielles: Das Vertrauen, dass du die Probleme deiner Zielgruppe lösen kannst. Und wenn sie dann größere Probleme haben oder bereit für eine echte (bezahlte) Lösung sind – dann kennen sie dich und kommen hoffentlich zurück.
4. Blog-Leser*innen auf Produkte & Co weiterleiten
Nicht alle schaffen es bis zum Gipfel, aber einige natürlich schon! Weil sie es wirklich wollen, weil sie bereit dafür sind und weil sie den Wegweisern folgen. Manche Lesenden sind also am Ende der Customer Journey und bereit, zu kaufen. Einer der Gründe für einen Corporate Blog ist also, die richtigen Wegweiser hin zum Kauf zu platzieren.
Wegweiser sind natürlich Verlinkungen. Aber wir verlinken nicht einfach wahllos auf irgendwelche Produkte, Sales-Landingpages oder Kontakt-Seiten. Wir verlinken dann, wenn es gerade wirklich Sinn ergibt. Wenn sich die Lesenden gerade denken “Puh, das alles alleine zu machen, ist aber viel Arbeit!” Genau dann kommt eine Verlinkung gelegen, die sagt: “Das musst du gar nicht, wir helfen dir!”
Einmal habe ich diese Regel übrigens in diesem Blogbeitrag gebrochen, vielleicht findest du den Link. Jetzt ist aber glaube ich wirklich ein guter Zeitpunkt, um zu sagen: Du musst den Corporate Blog nicht alleine schaffen!
5. Zur Quelle für Künstliche Intelligenz werden
KI ändert gerade vieles. Unter anderem auch die Art und Weise, wie Menschen im Internet nach Informationen suchen. Probleme werden nicht mehr unbedingt der Google-Suche anvertraut, sondern Large-Language-Modellen wie ChatGPT, Perplexity und Gemini. Aber guess what: Die suchen meistens auch nach Informationen. So kann der Corporate Blog auch zur Quelle von Künstlicher Intelligenz werden.
Jetzt denkst du vielleicht: “Das will ich gar nicht!” Ja, ich auch nicht unbedingt. Aber deine Zielgruppe will es. Und wenn die KI nutzt, dann musst du bei KI als Quelle auftauchen. Im Prinzip kannst du dir das – um natürlich wieder bei der Wander-Metapher zu bleiben – so vorstellen:
- Die Google-Suche war früher wie ein langer Aufstieg auf den Berg. Menschen mussten sich durch Ergebnisse klicken, bis sie Antworten gefunden haben.
- Die Antworten der KI sind wie eine Seilbahn, die Menschen jetzt direkt zur Antwort bringt. Sie kommen also mühelos auf den Gipfel.
- Aber: Auch Menschen in der Seilbahn schauen sich um. Vielleicht nicht so lange und so intensiv, wie beim Wandern. Aber sie nehmen die Umgebung wahr.
Wir müssen uns jetzt also anpassen: Weniger direkter Traffic auf den Corporate Blog und mehr “im Vorbeifahren wahrgenommen werden”. Das macht mich auch traurig, aber ist eben so. Den schönen Wanderweg muss es trotzdem geben. Vielleicht schaut nämlich jemand aus dem Fenster der Seilbahn und sagt: “Weißt du was, runter gehen wir zu Fuß!” Und so landen sie doch auf deinem Corporate Blog, um mehr zu erfahren.

Viele Gründe für einen Corporate Blog – und was spricht dagegen?
Die Zielgruppe auf deine Website holen, ihre Fragen beantworten und zu deiner Lösung verlinken: Das sind sehr gute Gründe für einen Corporate Blog. Aber spricht auch etwas dagegen? Du brauchst keinen Corporate Blog, wenn:
- Du gar nicht wirklich ein Problem löst und eigentlich auch nicht willst, dass jemand Antworten von dir verlangt (Fast Fashion z.B.).
- Dein Produkt keine Erklärung braucht und eher spontan und offline gekauft wird (Fast Moving Consumer Goods wie Softdrinks z.B.).
- Du gerade wirklich schnell Ergebnisse und Kunden brauchst – dann kümmere dich erst um die ersten Umsätze und langfristig um den Corporate Blog.
Ein Corporate Blog hat also nicht wirklich einen Nachteil, er kann nur die falsche Lösung sein. Und wenn wir etwas nicht auf Unternehmensblogs wollen, dann ist es, das Falsche zu verkaufen! Deshalb ist auch mir wichtig, dass du weißt, ob du einen Corporate Blog brauchst oder nicht.
Denn wenn du keinen brauchst, ist das rausgeschmissenes Geld. Und das spricht dann im Endeffekt doch dagegen. Das ist, als würdest du alles für eine Wanderung einkaufen, aber dann nie losgehen. Dann könntest du gleich gemütlich zuhause bleiben!
And who am I? That’s not a secret at all!
Als Gossip Girl der Corporate Blogs mache ich jedes trockene Thema zum juicy Beitrag. So schreibe ich auch für dich einen Blog zum Binge-Lesen, den deine Zielgruppe lieben wird. Mehr Gossip gibt es bei LinkedIn – oder im Blog-Talk. Und wir lesen uns, sobald ich wieder blogge.
XOXO, Corporate Blog Girl

